Kirche als Atelier und Bühne

Die Perkussionistin Petra Eisend hat hierfür im Altarraum ein Arsenal an vielfältigen Klanginstrumenten platziert. Kerzen werden entzündet, Eisend schreitet zu riesigen Gongs.

Künstlergruppe Schweinfurter Oberland und Perkussionistin Petra Eisend präsentierten sich

In der Heilig-Geist-Kirche sitzen Künstler an Tischen, vor Paletten oder haben ihre Utensilien auf dem Boden ausgebreitet. Im ganzen Kirchenschiff sind Bilder und Objekte der laufenden Ausstellung der Künstlergruppe „Schweinfurter Oberland“ aufgebaut. An diesem Abend jedoch sollen sich Musik und Kunst gegenseitig inspirieren und vereinen, die Kirche wird zum Atelier, meditatives Malen zu Livemusik ist angesagt.

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Schwingen des Klangs

Die Klangkünstlerin Petra Eisend bei ihrem Benefizkonzert in der Palliativstation.

Eine riesige goldfarbene Scheibe dominiert den Andachtsraum der Palliativstation des Krankenhauses St. Josef. Es ist ein Sonnengong, und die Besucher sind fasziniert, als Petra Eisend ihn ein erstes Mal anschlägt: Es entwickelt sich ein zunächst sanftes und dumpfes Grollen, dann jedoch ein anschwellender, donnergleicher und lang anhaltender Klang. Noch zweimal wiederholt dies die Künstlerin, mit zunehmender Intensität, und unwillkürlich muss man an ein Naturereignis denken, irgendetwas, das aus dem Nichts auftaucht, immer präsenter wird und nicht zu stoppen ist.

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Gedanken ohne Schranken

Performance der besonderen Art: Die Schweinfurter Künstlerin Petra Blume gestaltete gemeinsam mit Jochen Volpert (im Hintergrund) sowie Carola Thieme und Petra Eisend die Finissage der Ausstellung „Luther reicht nicht“ in der Heilig-Geist-Kirche. Foto Credit: Oliver Schikora @ Mainpost.de

Künstlerische Impulse, was uns der Reformator Martin Luther mit seinem Anstoß, dem Glauben auf den Grund zu gehen, auch im 21. Jahrhundert noch sagen kann, wollte die Ausstellung „Luther reicht nicht“ in der Heilig-Geist-Kirche geben. Spätestens mit der Performance der Schweinfurter Dada-Improvisationsgruppe „Rabenschwarz und Blütenrein“ mit Petra Blume, Carola Thieme und Jochen Volpert, unterstützt von Petra Eisend, zur Finissage konnte man sagen: Ja, das Vorhaben ist gelungen.

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Mit Rhythmus und Groove Erlebtes bewältigen

Unter der Leitung von Petra Eisend bereitet sich eine internationale Trommlerinnengruppe auf ihren ersten Auftritt vor. Foto: Elke Tober-Vogt

Unter der Leitung von Petra Eisend bereitet sich eine internationale Trommlerinnengruppe auf ihren ersten Auftritt vor. Foto: Elke Tober-Vogt

Am Donnerstag, 12. Dezember könnt Ihr uns mit unserem internationalen Trommelprojekt im IBF hören – Beginn 14 Uhr, „Showtime“ 14.30 Uhr.

„Djamana, Djembe, Djamana“ schallt es aus einem Raum in einem Schweinfurter Hinterhof. Sechs Frauen sitzen hier gemeinsam mit der Musikerin und Sozialpädagogin Petra Eisend, und trommeln, was die Hände hergeben. Seit ein paar Wochen bereiten sie sich auf ihren ersten gemeinsamen Auftritt vor, der die diesjährige Weihnachtsfeier für Kinder im Interkulturellen Begegnungszentrum für Frauen (IBF) umrahmen wird.

Mit Enthusiasmus sind die frisch gebackenen Musikerinnen aus Ghana, Syrien, der Türkei und aus Deutschland dabei, das spürt man von der ersten Sekunde an. „Donda donda don“ hatte Eisend zu Beginn der Probe gerufen, und sofort hatten Djemben, Basstrommel und kleinere Percussionsinstrumente losgelegt. Der groovende Titel, den die Damen entwickelt haben, erzählt von Freude – eine Feier soll beginnen, so der Text „Eh folilawulida eh!“, erläutert Petra Eisend.

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Witzenhäuser Benefizkonzert – Von Country bis Gospel

Mit flotter Country-Kusik brachte die Witzenhäuser Band Cloverfield Farmers den Zeichensaal der Universität in Schwung und erntete dafür ihren verdienten Applaus

Mit flotter Country-Kusik brachte die Witzenhäuser Band Cloverfield Farmers den Zeichensaal der Universität in Schwung und erntete dafür ihren verdienten Applaus

Beim zweiten Witzenhäuser Benefizkonzert war für jeden Geschmack was dabei.

Einen abwechslungsreichen Konzertabend genossen Musikfans auf dem zweiten Witzenhäuser Benefizkonzert zugunsten kenianischer Strassenkinder im Universitätsgelände in der Steinstrasse. Ob Country, Gospel, Reggae, Afro Jazz, afrikanische Percussion oder schwingende Weltmusik – hier wurde für jeden Geschmack was geboten.

Den Anfang des musikalischen Teils machten die „Cloverfield Farmers“ aus Witzenhausen. Mit Banjo, Mandoline, Gitarre, Geige und Kontrabass spielten sie flotte Country-Musik und brachten den Zeichensaal der Uni in Schwung. Vom „Team Country“ aus Göttingen gab es dann beschwingte Country-Musik.

Beim Witzenhäuser Gospelchor „A Gospella“ kam Bewegung ins Spiel. Der Chor um Chorleiter Sinini Ngwenya hatte erfrischende Gospelmusik im Gepäck und überzeigte nicht nur mit seiner Stimmgewalt. Er lud die Besucher zum Mitmachen und Mitklatschen ein.

Auch selbst beschränkte sich der Chor nicht nur auf das Singen: So wurde beim „Marching“ mit Armunterstützung auf der Stelle marschiert und beim „Halleluja“ die Hände in die Höhe gestreckt. Eine erfrischende Darbietung des Chores im sich immer mehr füllenden Zeichensaal der Uni, wohin das Konzert wegen der Wetterkapriolen kurzfristig verlegt wurde.

Viel Spass hatten die Teilnehmer, die mit Sinini Ngwenya im Collmannhaus den südafrikanischen Gumboottanz einübten, den sie am Abend den Zuschauern präsentierten. Im Anschluss daran gaben die „Taff„, ein Zusammenschluss afrikanischer Percussion-Musiker mit dem Werleshäuser Ralf Gotschall, eine Kostprobe afrikanischer Trommelmusik zum Besten.

Auch das Essen war an diesem Abend afrikanisch. Neben afrikanischer Erdnusssuppe konnten die Besucher auch den würzigen Jollof Rice, ein Reisgericht mit verschiedenen Gemüsesorten und Huhn probieren.

In einem Diavortrag und einer Podiumsdiskussion konnten sich die Besucher zudem über das von der Witzenhäuser Sarah Mecha gestartete Strassenkinderprojekt in Kenia und das Leben der Strassenkinder informieren. Mecha unterstützt ueber den von ihr gegründeten kenianischen Verein UTU derzeit acht Kinder, denen sie über den Schulbesuch eine Perspektive bietet.

„Der Teufelskreis der Strassenkinder ist nur mit nachhaltiger Bildung zu durchbrechen“, sagt Mecha, die auch die Behördenwillkür in Kenia anprangerte. Ziel sei es, eine dauerhafte Unterstützung der vor Ort tätigen Nonne Sister Mary zu erreichen.

Mitorganisator Uwe Arends bedankte sich bei Sponsoren und Kuenstlern, die durch Sach- und Geldspenden sowie den Verzicht auf ihre Gage, weiteren Strassenkindern eine Chance auf ein normales Leben gäben.

Human Beats – Ein Hauch von Afrika

Gefühlvolles Klangspiel: Petra Eisend (links) und Karin Graf streichen oder tippen mit ihren Fingern gefühlvoll auf den Handpans und bereiten den Zuschauern so ein wunderbares Erlebnis.

Gefühlvolles Klangspiel: Petra Eisend (links) und Karin Graf streichen oder tippen mit ihren Fingern gefühlvoll auf den Handpans und bereiten den Zuschauern so ein wunderbares Erlebnis.

Human Beats brachten mit ihrer Trommel- und Handpan-Musik afrikanische Kultur.

Einen Hauch von Afrika konnten die etwa 70 Besucher beim Konzert von Human Beats am Freitagabend im Garten des Bio-Bistro Ringelnatz in Witzenhausen erleben. Begonnen hatte das Konzert von Petra Eisend und Karin Graf mit einem wunderbaren Klangspiel auf zwei Handpans, einem geschlossenen Blechklangkörper mit Vertiefungen und Erhöhungen.

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Berührende Lesung zum Thema Flucht und Asyl

Die Not von Flüchtlingen einst und jetzt brachten Petra Eisend (links) und Elke Tober-Vogt in Wort und Musik nahe. Foto: Ursula Lux @Mainpost

Die Not von Flüchtlingen einst und jetzt brachten Petra Eisend (links) und Elke Tober-Vogt in Wort und Musik nahe. Foto: Ursula Lux @Mainpost

Das IBF war gut besucht, als vergangenen Donnerstag Elke Tober-Vogt und ich mit meinen Handpans und einer Oceansdrum eine Veranstaltung im Rahmen der Schweinfurter Frauenwochen gestalten durften.

Ursula Lux war als Redakteurin vom Schweinfurter Tagblatt da und hat den folgenden Bericht dazu geschrieben.

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Petra Eisend Hang Performance beim deutschlandweiten Ausstellungsprojekt „Zeitgleich-Zeitzeichen“ in Schweinfurt

Ausstellungsprojekt-Zeitgleich-Zeitzeichen-01

Im Eingangsbereich der Heilig-Geist-Kirche steht ein Gewächshaus, überzogen von einer grün schimmernden Kunststofffolie. Links und rechts liegen Kleider, auf einen Haufen geworfen. Rings um das Gewächshaus ist eine Schnur festgezurrt, an der aufgereiht weitere Kleidungsstücke feinsäuberlich angeklammert sind. Die Besucher kommen herein, bleiben stehen, betrachten die Installation. In die Stille hinein ertönt ein Gong. Der Klang breitet sich aus, es schält sich ein Rhythmus heraus. Da beginnt Petra Blume zu sprechen, es beginnt die „Suche nach einem Inhalt“, eine Art „Dauerwehgesang“.

Die Performance ist Teil des deutschlandweiten Ausstellungsprojektes „Zeitgleich-Zeitzeichen“, das von Mitgliedern des Bundesverbandes Bildender Künstler (BBK) veranstaltet wird. In Unterfranken zeigen regionale Künstler in zehn Kirchen unter dem Titel „Schöpfer und Geschöpf – Ein Gewächshaus im Kirchenraum. Ein Experiment“ ihre Kunst. Petra Blume hat sich der Konzept-Kunst verschrieben.

Dabei stehen der geistige Vorgang, das Konzept und die Vorgehensweise des Künstlers im Mittelpunkt, nicht ein fertiges Endprodukt. Die Enthüllung des Kunstobjektes ging denn auch mit einer Performance einher. Klang (Petra Eisend, Schlagwerk und Dirk Rumig, Holzblasinstrumente), Tanz (Lisa Kuttner) und Texte (Petra Blume) waren miteinander verwoben, ergänzten einander, bildeten weitere Dimensionen des Gesamtwerkes.

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Wir lieben trommeln

Wir lieben trommeln

Wir lieben trommeln

Beim Trommelfest in der Dr. Pfeiffer-Grundschule zeigen die Schüler ihr Können

„Wir lieben trommeln!“ Die strahlenden Gesichter sprechen Bände. In der übervollen Aula der Dr.-Pfeiffer-Grundschule und Pestalozzischule in Oberndorf beginnt das Trommelfest. An den Wänden hängen bunte Bilder von Trommeln, die die Kinder gemalt haben.

Viele Eltern und Geschwister waren an diesem Abend gekommen, um zu erleben, was die Kinder seit Schuljahresbeginn im Trommelprojekt erarbeitet haben. Jeden Dienstag kommt die Perkussionistin Petra Eisend aus Schweinfurt einen ganzen Vormittag in die Schule und trommelt mit jeder Klasse eine halbe Stunde. Eine Klassenlehrerin ist immer mit dabei.

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P.E.G. World Weltmusik mit fränkischem Dialekt

PEG-World

P.E.G. World Weltmusik mit fränkischem Dialekt

Quicklebendige, expressive Rhythmen: Die Band P.E.G.-World brachte verschiedene musikalische Stilrichtungen auf die Bühne des Haunschen Hofes.

Zwei seltsame „Schildkröten“ aus Metall sorgten bei den Jazznächten des Salzunger Kulturvereins für Furore. Die außergewöhnlichen Trommelinstrumente, aus der Schweiz stammend und Hang genannt, bestehen aus zwei aneinander befestigten Halbkugeln, in deren oberen Hälfte Tonfelder eingefügt sind. Sie spielten eine schlagende Rolle bei den ausgeklügelt modellierten Jazz-Soundcollagen von P.E.G.-World.

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